07.10.2019
Von: Katja Horn

Führung von morgen -wie sich Führung im digitalen Zeitalter verändert

Paneldiskussion anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des berufsbegleitenden MBAs an der Hochschule Niederrhein

Kein Studienabbrecher und hochkarätige Lehrende aus Forschung und Praxis -der berufsbegleitende MBA Studiengang Management an der Hochschule kann auf eine nun mehr 10-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken.

"Wir sind mit dem berufsbegleitenden Management-Studiengang 2009 durch eine Schallmauer gegangen, ohne es gemerkt zu haben." begrüßte Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg, Präsident der Hochschule, die rund 170 Gäste, die der Einladung gefolgt waren, das 10-jährigen Jubiläum des berufsbegleitenden MBAs am vergangenen Freitag gemeinsam zu feiern.

Wie der MBA Studiengang selbst stand auch der Abend ganz im Zeichen eines zukunftsweisenden Themas aus der Praxis: Führung im digitalen Zeitalter -was ändert sich?

Frank Eilers, Arbeitsphilosoph und Experte für Zukunftsthemen, leitete mit einer Keynote in die Fragestellung des Abends ein. "Was ist eigentlich die Zukunft der Arbeit? Und was brauchen wir, um in dieser Welt anders zu führen?"

In der anschließenden Paneldiskussion teilten Rolf Schrömgens (Gründer und CEO von Trivago), Prof. Dr. Joerg Dederichs (Geschäftsführung 3M Europa, Mittlerer Osten, Afrika und Dozent im MBA-Programm) sowie Thomas Knops (Head of Digital, Henkel AG & Co. KGaA und ebenfalls Dozent an der Hochschule Niederrhein) ihre Sichtweisen und Erfahrungen aus der Praxis zu der Fragestellung, wie sich Führung durch die Digitalisierung zukünftig verändern wird.

"Führung wird viel schwieriger, unangenehmer und komplexer, als sie es früher war", so die These von Rolf Schrömgens. "Informationen und der Zugang zu diesen hat sich in den letzten Jahren exponentiell vermehrt. Als Führungskraft bin ich nicht mehr am besten informiert -in der Regel habe ich immer schlechtere Informationen als meine Mitarbeiter und das verändert Führung."

"Mitarbeiter müssen stärker mit in die Entscheidungsfindung einbezogen werden." ergänzt Thomas Knops. "Wir sprechen heute nicht mehr von Angestellten: Morgens an, abends aus. Heute reden wir von Mitarbeitern -das spiegelt eine ganz andere Wahrnehmung im Wortstamm wider."

Dabei spielt auch die Frage eine Rolle, wie Produktivität in einer digitalisierten Arbeitswelt gemessen werden kann. "Kreativen Output mit Arbeitszeit zu messen ist Quatsch.", kritisiert Rolf Schrömgens. "Arbeitszeit als Faktor für Produktivität ist ein schlechter Indikator. Wir versuchen jedem Mitarbeiter freizustellen, wie er seinen Arbeitstag organisiert."

Auch die Fragestellung, wie sich die Lehre an Hochschulen aus Sicht der Diskussionsteilnehmer verändern muss interessierte das Publikum. "Zukünftig rücken Projektarbeiten noch mehr in den Fokus." erläutert Jörg Dederichs "Neben Methoden muss den Studierenden auch soziale Kompetenz und Empathie, Flexibilität im Denken und offen zu sein für Neues vermittelt werden. Bei uns ist ein Pfarrer Marketingleiter -es kommt zukünftig nicht mehr nur auf Methodenkompetenz an, soziale Kompetenzen werden zunehmend wichtiger." Moderiert wurde der Abend von Rebecca Verwerich, die normalerweise im WDR vor der Kamera steht.


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